So kommt deine Pflanze gut durch den Winter

Überwinterung Ihrer Pflanzen im Innenbereich und Aussenbereich

Anbauen im Winter – So geht’s!

Intensiv lichtbedürftige Pflanzen lieben es warm, hell und nicht zu feucht. Die optimale Temperatur für ein gutes Wachstum liegt bei 24 bis 30 Grad Celsius am Tag und in der Nacht bei etwa 18 bis 22 Grad. In den Sommermonaten werden diese Temperaturen sowohl beim Anbau im Freien wie auch im Grow Room in der Wohnung meist ohne weiteres erreicht. Was passiert jedoch mit den Pflanzen im Winter, wenn die Temperaturen draußen oft bis unter den Gefrierpunkt sinken, die Tage kürzer werden und das Sonnenlicht nicht mehr die Kraft entwickelt wie in der warmen Jahreszeit? Bereits bei Temperaturen unter 16 Grad Celsius ist die Ernte gefährdet. Zwar kann die Pflanze vereinzelten Frost oder sogar Schneefall überlegen, bei andauernder Kälte stirbt Sie jedoch ab.

Dies ist aber noch kein Grund zur Sorge, denn mit ein paar Tipps und zusätzlichen Vorkehrungen können die wärmeverwöhnten Pflanzen den Winter auch beim Anbau im Freien überstehen. Neben der richtigen Temperatur am Tag und bei Nacht tragen eine optimale Luftfeuchtigkeit sowie ausreichend Licht maßgeblich zu einem erfolgreichen, ganzjährigen Wachstum der Pflanzen bei. Ganz gleich, ob du deine Pflanzen draußen im Gewächs- oder Treibhaus oder bei dir in der Wohnung anbaust – mit einer entsprechenden Pflege und guten Planung gedeihen Sie sowohl im Sommer wie auch im Winter hervorragend. Mithilfe von speziellen LED Grow Lampen, Abdichtungsmaßnahmen oder Heizmatten schaffst du auch in der kalten Jahreszeit optimale Wachstumsbedingungen. Wir zeigen dir im Folgenden, wie du deine Pflanzen auch gut durch den Winter bringst.

Diesen Herausforderungen musst du dich im Winter stellen

Bei Temperaturen unter 16 Grad Celsius stagniert das Wachstum der vieler Zierpflanzen. Hinzu kommt, dass die niedrigen Temperaturen die Pflanze anfälliger für Verfärbungen und hängende Blätter machen, was sich wiederum negativ auf die Photosynthese auswirkt. Zudem besteht bei feuchter Kälte die Gefahr der Schimmelbildung.

Hast du dich dafür entschieden, im Winter anzubauen, dann solltest du neben einer ausreichenden Wärmezufuhr auch dafür sorgen, dass die Differenzen zwischen Tages- und Nachttemperatur weder zu hoch noch zu niedrig sind, damit sich die Blüten gut ausbilden können. In den ersten zwei bis drei Wochen der Blütephase sollte die Temperaturdifferenz bei 2 bis 4 Grad Celsius liegen. In der restlichen Blütezeit ist ein Unterschied von maximal 10 Grad Celsius optimal.

Neben der richtigen Temperatur ist zudem auf eine optimale Luftfeuchtigkeit zu achten sowie auf eine ausreichende Lichtzufuhr, für welche der Einsatz von hochwertigen Pflanzenlampen empfehlenswert ist. Eine breite Auswahl verschiedener LED Pflanzenlampen findest du unter anderem in unserem Growshop.

Pflanzenanbau im Innenbereich

Hast du deine Pflanzen in einem geschlossenen Raum in der Wohnung angebaut, dann ist das Erreichen der optimalen Wachstumstemperatur weniger problematisch, da es in beheizten Innenräumen auch im Winter recht warm ist. Dennoch wirst du auf den Einsatz des einen oder anderen Hilfsmittels nicht herumkommen, denn auch in beheizten Wohnräumen wird eine Temperatur zwischen 24 und 30 Grad Celsius eher selten erreicht. Stehen deine Pflanzen in einem separaten Grow Room, dann kannst du natürlich die Temperatur durch das Hochschalten der Heizung anpassen oder eine entsprechende elektrische Heizung einsetzen, welche heiße Luft ausströmt. Achte aber darauf, dass das Gebläse nicht direkt auf die Pflanzen gerichtet ist, da diese sonst austrocknen können. Eine gute Alternative stellen mit Öl befüllte Säulenöfen dar, denn diese erzeugen auch ohne Luftdruck eine angenehme Wärme.

Optimal zum Erzielen einer gleichbleibenden Temperatur sind Heizlampen. Diese können auch eingesetzt werden, wenn die Pflanzen in bewohnten Räumen stehen und ermöglichen eine punktuelle Beleuchtung sowie Erwärmung. Ein weiterer Vorteil von einer entsprechenden Pflanzenbeleuchtung ist die Tatsache, dass diese problemlos abgeschaltet werden können, wenn die Umgebungstemperaturen für die Pflanzen erreicht ist. Um die Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht gering zu halten, macht es Sinn, stromsparende LED Pflanzenlampen in Verbindung mit Heizkörpern einzusetzen. Ein digitaler Thermostat leistet hier nützliche Dienste und ermöglicht es dir, die optimale Temperatur sowohl tagsüber wie auch nachts sicherzustellen. Alternativ zu Kompaktleuchtstofflampen kannst du auch MH oder HPS Lampen verwenden, welche mehr Wärme erzeugen. Des Weiteren kannst du auch kleinere Heizmatten unter die Pflanzen legen und somit die Wurzeln mit zusätzlicher Wärme versorgen. Diese werden insbesondere dann eingesetzt, wenn kleinere Kübel zum Anbau eingesetzt werden.

Da die Luft insbesondere durch den Einsatz von Zentralheizung oder elektrischen Heizbläsern in den Anbauräumen noch trockener wird, solltest du zudem regelmäßig die Luftfeuchtigkeit überprüfen. Diese sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Liegt die relative Luftfeuchtigkeit unter diesem empfohlenen Wert, was in der beheizten Jahresperiode oft der Fall sein kann, dann ist auf jeden Fall ein Luftbefeuchter einzusetzen, damit die Pflanzen nicht austrocknen.

Aufgrund des verstärkten Einsatzes von Pflanzenlampen, elektrischen Heizkörpern und Luftbefeuchtern solltest du zudem bedenken, dass deine Stromkosten insbesondere in den kalten Wintermonaten ansteigen können, da die Geräte während dieser Zeit meist Tag und Nacht im Einsatz sind. Das wirkt sich zwar nicht auf das Wachstum der Pflanzen aus, kann deinen Geldbeutel aber etwas mehr belasten und sollte bei der Jahresplanung mit berücksichtigt werden.

Der Anbau im Freien

Grundsätzlich kann auch draußen im Freien angebaut werden. Insbesondere im Gewächs- oder Treibhaus sind bei einer entsprechenden Pflege gute Ergebnisse zu erzielen. Aber auch hier zählen das Sicherstellen der richtigen Tages- und Nachttemperatur, das Einhalten der optimalen relativen Luftfeuchtigkeit sowie eine ausreichende Lichtzufuhr zu den Herausforderungen beim Anbau. Für kleinere zeltähnliche Grow Rooms im Outdoor Bereich sind zum Beispiel Gas-Terrassenbeheizer empfehlenswert, welche den Pflanzen insbesondere in den kühlen Nächten ausreichend Wärme zuführen. Zudem empfiehlt sich der Einsatz von Polyethylen-Kunststoff zum Abdecken der Pflanzen währen der Nacht. Achte hierbei aber darauf, dass die Gewächse trotz der wärmedämmenden Abdeckung immer noch atmen können und decke tagsüber so viel wie möglich wieder ab. Insbesondere an sonnigen Wintertagen, wenn sich das Zelt oder Gewächshaus durch die direkte Sonneneinstrahlung innen aufheizt, sollten die Abdichtungen entfernt und erst wieder mit eintretender Dunkelheit eingesetzt werden.

Optimal für eine großflächige Isolierung des Grow Rooms ist eine Verdunkelung. Dadurch wird gewährleistet, dass die Kälte draußen und die Wärme drinnen bleibt. Zudem können die Pflanzen innerhalb des Gewächshauses gut atmen. Bei Glas, Plexiglas oder anderen lichtdurchlässigen Baumaterialien des Grow Rooms wird eine entsprechende Isolierung bereits durch den Einsatz von dicken, dunklen Vorhängen aus schweren, lichtundurchlässigen und wärmeisolierenden Materialien erreicht. Baust du im größeren Stil in einem größeren Gewächshaus an, dann kann langfristig auch der etwas kostspieligere Einsatz einer maßgeschneiderten Seilspannmarkise empfehlenswert sein.

Neben einer guten Isolierung ist aber auch auf eine ausreichende Luftzirkulation zu achten, damit es nicht zu Staunässe oder sogar zu Schimmelbildung kommen kann. Insbesondere im Winter besteht oft die Gefahr der Kondensation. Das passiert genau dann, wenn der Wasserdampfgehalt die Aufnahmefähigkeit der Luft übersteigt, das Wasser damit nicht mehr verdampfen kann und sich kleine Tröpfchen bilden, welche sich unter anderem auf den Pflanzen absetzen. Je weiter die Temperaturen sinken, desto weniger Wasser kann als Dampf in der Luft bleiben. Insbesondere, wenn die Temperaturen nachts nach unten fallen, kann die relative Luftfeuchtigkeit dann schnell auf Werte von rund 80 Prozent steigen – ideale Bedingungen für die Bildung von Staunässe und Schimmel! Um diesem Problem entgegenzusteuern, ist der Einsatz von Luftentfeuchtern empfehlenswert, welche der Luft die überschüssige Feuchtigkeit entziehen und somit für ein optimales Raumklima sorgen.

Fazit

Ganz gleich, ob du draußen im Gewächshaus anbaust oder drinnen in den eigenen vier Wänden – die Bedingungen für ein gutes Wachstum und die Ausbildung kräftiger Blüten sind immer dieselben. Mit ausreichend Licht, der richtigen Umgebungstemperatur sowie einer optimalen relativen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen auch im Winter wunderbar. Während du in geschlossenen Wohnräumen aufgrund der beheizten Luft meist gegen eine zu starke Trockenheit ankämpfen musst, stellt draußen im Gewächshaus eher die andauernde Kälte (vor allem nachts) sowie die Gefahr der Kondensation durch einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt eine große Herausforderung dar. Durch den Einsatz von hochwertigen LED Pflanzenleuchten, separaten Heizkörpern, Luftentfeuchtern bzw. Luftbefeuchtern sowie Maßnahmen zur Isolierung und einer guten Belüftung des jeweiligen Grow Rooms steht deinem Anbau im Winter aber nichts mehr im Wege.