Was eignet sich besser zur Pflanzenaufzucht?

Viele Konsumenten von pflanzlichen Genussmitteln setzen auf eigenen Anbau – das Homegrowing. Homegrow Ernten stehen gewerblich angebauten Pflanzen mit der richtigen Samenauswahl und der passenden Pflege in keinem Punkt nach. Wenn beim Zierpflanzen-, Tabak- oder Tomaten-Anbau auf bestimmte Punkte geachtet wird, können die Erträge auch Zuhause die Qualität erreichen, die der auf dem Markt in keinster Weise nachsteht. Beim Eigenanbau stellt sich zunächst eine essenzielle Frage: drinnen oder draußen? Die Vor- und Nachteile von elektrisch betriebenen Growboxen und Freibeeten zum Pflanzenanbau werden in Folge anschaulich erklärt.

Vorbereitung ist alles

Generell gilt: Je mehr Mühe und Material in den Anbau gesteckt wird, desto größer und hochwertiger sind auch die Erträge bei der Pflanzenernte. Beim Anbau von lichtbedürftigen Pflanzen im Garten und bei der Ausstattung von Growboxen können kleine Erträge schon durch Low-Budget Projekte erzielt werden. Das bedeutet, dass keine oder nur wenige zusätzliche Materialien beschafft werden müssen, dafür aber auf Qualität und Erntemenge geringer ausfällt. Bei beiden Varianten zum Pflanzenanbau stehen dem Low-Budget Growing immer auch hochwertigere Produkte und Luxusvarianten gegenüber.

Aufgepasst, teuer ist nicht immer besser! Vor der Anschaffung von Grow-Utensilien im nächsten Growshop oder Gartenmarkt sollte ein exakter Preis-Leistungs-Vergleich erfolgen! So entstehen keine unnötigen Kosten und sowohl Erntemenge als auch Qualität ist wie gewünscht.

Lichtbedürftige Pflanzen anbauen im Freien – die kostengünstige Variante for Homegrowing

Die günstigste Variante für den Anbau stark lichtbedürftiger Zierpflanzen ist das Anbauen im Freien, in unseren Breitengraden ist das allerdings gar nicht so einfach. Leichter macht sich der Eigenanbau im Freien mit einem kleinen Gewächshaus, wobei diese Variante die Kosten deutlich erhöht. Bei passendem Wetter können Ihre Pflanzen im Außenanbau je nach Gattung bis zu sechs Meter Höhe erreichen, ein riesen Ertrag, der aber auch viel Arbeit bedeutet. Zwei Faktoren sind beim Outdoor-Growing besonders wichtig.

Unerwünschte Gäste fernhalten

Einer der größten Nachteile beim Anbau von lichtintensiven Pflanzen im Freien ist das Risiko, dass Störenfriede aller Art auf den Anbau aufmerksam werden können. In der Blütezeit sind die Pflanzen besonders attraktiv für Schädlinge und locken schnell unerwünschte Gäste an. Vorsicht! Auch Nachbarskinder könnten an den Pflanzen naschen. Lichtbedürftige Pflanzen sind nährstoffreiche Pflanzen und deshalb auch bei tierischen Schädlingen beliebt. Auf den Einsatz von Pestiziden und chemischen Insektenbekämpfungsmitteln sollte dennoch verzichtet werden. Der Konsum von Pflanzenteilen, die mit chemischen Stoffen verunreinigt sind, kann schwere Konsequenzen für die Gesundheit haben. Auch die Umwelt wird es danken, wenn auf eine chemische Behandlung verzichtet wird. Um unerwünschte Besucher fernzuhalten, sollten Freilandbeete nur auf abgesperrten Grundstücken mit ausreichend Platz angelegt werden. Ein Sichtschutz sollte selbstverständlich sein.

Pflanzen gegen Wind und Wetter schützen

Je nach Wetterlage kommt der Anbau im Freibeet nur zwischen April und September in Frage. Bei längeren Regenphasen ist der Einsatz von Lampen aus dem Growshop ratsam, damit die Pflanzen genügend Licht zum Wachsen bekommen. Ist der Anbau von tropischen Pflanzen geplant, die viel Sonne brauchen und Kälte nicht standhalten, gehen diese in den Wintermonaten ein oder müssen für ein entsprechendes Quartier umgetopft werden.

Alle Vor- und Nachteile eines Grow-Freibeets

  • mehr Platz bedeutet größere Erträge
  • kostengünstig
  • überall durchführbar (Guerilla-Growing)
  • spart Strom und schont die Umwelt
  • Vorsicht vor unerwünschten Gästen
  • Höheres Risiko für Schimmelbefall und Krankheiten
  • Pflanzen sind der Witterung ausgesetzt (Erträge schlecht berechenbar)
  • Schädlingsgefahr

Der Pflanzenanbau in der Growbox

Eine dezentere Variante des Homegrowings ist der Anbau von Pflanzen in der Growbox. In den Boxen kann die Zusammensetzung des Bodens, die Feuchtigkeit und der Lichteinfall exakt kontrolliert werden. Die Growbox ist also eher etwas für Fortgeschrittene, die ihre Ergebnisse und die Qualität der Blüten optimieren wollen. Für den genussvollen Eigengebrauch ist die Growbox zu empfehlen, da die Qualität der gezüchteten Pflanzen deutlich besser ausfällt.

Der richtige Aufbau

Der korrekte Aufbau einer Growbox ist etwas komplizierter als die Anpflanzung im Freien. Die Box kann entweder aus eigenen Teilen zusammengestellt oder als Fertigsatz bestellt werden. Die Box wird mit LED-Growleuchten ausgestattet, damit die Pflanzen genügend Licht bekommen. Bei geschlossenen Grow-Boxen sollten Konsumenten darauf achten, nicht zu häufig zu wässern, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Ganzjährige Ernte im Haus

Werden die Pflanzen mithilfe von LED-Growlampen im Haus angebaut, sind Wind und Wetter kein Thema mehr. Dafür tritt ein anderes Problem auf: Der starke Geruch von Pflanzen während der Blütezeit ist im Haus oftmals unangenehm. Ein System zur Belüftung einer geschlossenen Growbox schafft Abhilfe, ist aber auch relativ aufwendig im Aufbau und bringt einiges an Mehrkosten mit sich. Schädlinge und Krankheiten sind in der Growbox bestens unter Kontrolle zu halten, was sich ebenfalls positiv auf die Qualität der Pflanzenernte auswirkt.

Alle Vor- und Nachteile von Indoor-Growing

  • keine Schädlinge und Diebe
  • kontrollierte Pflege sorgt für bessere Qualität
  • bessere Erträge pro Pflanze
  • komplizierter Aufbau
  • höhere Kosten bei der Anschaffung
  • Stromverbrauch

Indoor- oder Outdoor-Anbau?

Ob vorzugsweise Indoor- oder Outdoor Pflanzen kultiviert werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Kosten, Arbeitsaufwand und Qualität sind die hauptsächlichen Faktoren, die die Wahl bestimmen. Kleinere Mengen zum genussvollen Eigengebrauch sollten besser kontrolliert mit Grow-Lampen aufgezogen werden. Für Hobbygärtner eignet sich der Anbau unter freiem Himmel besser.
Wichtig ist es auch, sich vor dem Anbau über die Rechtslage zu informieren. In jedem Fall gilt: Outdoor-Growing ist saisonal abhängig. Für den regelmäßigen Anbau für den Eingenbedarf ist die Growbox-Variante mit LED-Beleuchtung die richtige Wahl.
Viel Erfolg beim Homegrowing!